Impact
Spatenprobe
Zweimal jährlich beurteilen wir die Bodenstruktur unserer Streifen direkt im Feld.
Was die Spatenprobe misst
Bei der Spatenprobe sticht eine geübte Person einen spatentiefen Bodenblock aus und beurteilt dessen Struktur direkt im Feld. Kern der Bewertung ist die Struktur — wie der Boden bricht, und ob sich Krümel geformt haben. Das wird auf einer fünfstufigen Skala bewertet. Dazu nehmen wir die Tiefe der Krümeligkeit, Regenwurm- und Bodenleben und die Durchwurzelung auf.
Wie wir messen
Wir erfassen jede Spatenprobe direkt in unserer Felder-App und beurteilen zweimal jährlich einen Grossteil der über 1.000 Streifen. So entsteht über die Jahre ein Datensatz, der zeigen soll, was die Bodenqualität tatsächlich treibt.
Unsere Skala
- 1Sehr schlecht: starke Verdichtung, kaum Poren, kaum verwurzelbar.
- 2Schlecht: geschwächte Struktur, eingeschränkte Durchwurzelung.
- 3Mittel: Krümelstruktur teils stabil, Verdichtung möglich.
- 4Gut: stabile Krümel, gute Durchwurzelung, wenig Verdichtung.
- 5Sehr gut: optimaler Aggregatzustand, hohe biologische Aktivität.
Was können wir aus der Spatenprobe lernen?
Seit 2022 sind tausende Spatenproben zusammengekommen. Es ist sehr klar sichtbar, dass sich die Qualität des Bodens von Streifen zu Streifen ändert — dass also die Abfolge der Kulturen und die Bearbeitungen einen wichtigen Einfluss haben.
Woran wir arbeiten, ist eine systematische Auswertung, um zum Beispiel den Einfluss der Bedeckung über den Winter, von Mulch oder Bodenbearbeitung zu verstehen.
Allerdings bleibt die Spatenprobe eine subjektive Einschätzung durch Menschen, die über Jahre und über Felder mit unterschiedlichen Böden schwer konstant zu halten ist. Belastbare, vergleichende Aussagen können wir erst treffen, wenn wir diese Messunsicherheit besser im Griff haben.